Arbeitsweise


Meine Arbeit verbindet eine sorgfältige Herangehensweise mit klarer Struktur und einer tragfähigen Beziehung. Liegt eine Diagnose vor, beziehe ich die Informationen, die eine Abklärung geliefert hat, gerne mit ein. Jedes Kind bringt eigene Voraussetzungen, Erfahrungen und Dynamiken mit, die gesehen und verstanden werden wollen. Erfolgversprechender ist die Lerntherapie dann, wenn der Alltag des Kindes einbezogen werden kann – Schule, Familie und Umfeld werden mitgedacht, wenn es darum geht, nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen. Der unten skizzierte Ablauf soll einen Eindruck vermitteln und wird je nach Situation angepasst. 

Die Qualität meiner Arbeit sichere ich durch regelmässige Intervision und Supervision, aktuell noch im Rahmen meiner Ausbildung.


Ablauf

1. Erstkontakt und Erstgespräch
Der erste Kontakt erfolgt in der Regel telefonisch. In einem anschliessenden Gespräch – wenn möglich mit beiden Eltern – verschaffen wir uns gemeinsam ein differenziertes Bild der Situation. Bestehende Unterlagen können dabei hilfreich sein.
Am Ende steht ein erstes Ziel, das die Richtung der weiteren Arbeit vorgibt.


2. Diagnostische Phase / Einzelsitzungen
In mehreren Einzelsitzungen arbeite ich mit dem Kind und gewinne ein vertieftes Verständnis für seine Lernweise und mögliche Schwierigkeiten. Gleichzeitig geht es darum, Vertrauen aufzubauen – eine wesentliche Grundlage für jeden Lernprozess.

3. Standortbestimmung und Förderplanung
Die gewonnenen Eindrücke werden gemeinsam reflektiert. Das Ziel wird überprüft und, wenn nötig, angepasst. Darauf aufbauend entsteht eine individuelle Förderplanung.

4. Regelmässige Begleitung
In den fortlaufenden Sitzungen arbeiten wir konkret am gesetzten Ziel. Dabei geht es unter anderem darum:

  • Lernen und die damit verbundenen Gefühle zu verstehen
  • Ängste abzubauen und Selbstvertrauen zu stärken
  • neue Lernwege zu entdecken, zu erproben und zu festigen
  • passende Strategien zu entwickeln
  • Motivation aufzubauen
  • über Entspannung und Körperwahrnehmung Regulation zu ermöglichen

Die Beziehung bleibt dabei durchgehend zentral.

5. Austausch und Integration
Standortgespräche finden nach Bedarf statt und dienen dazu, Fortschritte sichtbar zu machen und Ziele weiterzuentwickeln. Auf Wunsch arbeite ich mit Lehrpersonen oder anderen Fachpersonen zusammen und unterstütze auch bei Gesprächen im schulischen Kontext.

6. Abschluss
Ein Abschlussgespräch bildet den bewussten Schlusspunkt der Lerntherapie. Gemeinsam halten wir fest, was sich verändert hat, und richten den Blick auf die nächsten Schritte.